Tokyo- Sapporo (5. September 2007)

Der nächste Morgen begann mit einem japanischen Frühstück im Hotel. Reis, Fisch und so weiter. Naja, so viel essen konnte ich nicht und so blieb mir nichts anderes übrig als einen Teil stehen zu lassen. Mit dem Rucksack machte ich mich auf zum Ueno Bahnhof, um dort einen Sitzplatz zu reservieren. Für einen Zug konnte ich nicht mehr reservieren. Die Dame am Schalter sagte dann noch, dass sie mir nur zwischen Hakodate und Sapporo einen Fensterplatz anbieten kann und entschuldigte sich dafür. Sie war die einzige, die darauf Rücksicht nahm.

Die Reise zwischen Ueno und Hachinohe verlief ruhig und ereignislos. In Hachinohe kaufte ich mir erstmals mein Mittagessen, bevor ich mich zum Zug wagte. Da waren ganz viele Schülerinnen und Schüler (erkennbar an den Schuluniformen) die auch auf den gleichen Zug wollten. Und natürlich war der Wagen für die Leute ohne Sitzplatzreservation bereits voll! Also bin ich irgendwo eingestiegen, wo es etwas weniger Leute hatte (das war dann ein Wagen mit reservierten Sitzen) und richtete mich am Ende des Abteils ein. Stehend natürlich. Der Wagen war voll mit Schülerinnen und Schüler, die irgendeine Reise machten. Und perfekt organisiert! Alle sassen auf ihren Plätzen, als dann plötzlich irgend ein Lehrer kam und eine Schachtel wollte, bei der ich gerade stand. Die Schachtel brachte er ins Abteil und da kamen ganz viele Lunchboxen (Obento) zum Vorschein. Die wurden dann verteilt und gegessen.

In Aomori, etwa eine Stunde von Hachinohe entfernt, versuchte ich ein weiteres Mal einen Platz zu ergattern, aber hatte keine Chance. Also entschloss ich mich für die restlichen zwei Stunden zu stehen. So ging es durch den Saikan-Tunnel nach Hakodate. Von dort in einer weiteren ereignislosen Fahrt nach Sapporo.

Zu Hause angekommen, war die Grossmutter bereits für mich am kochen. Leider hatte ich schon so viel auf der Reise gegessen, dass ich nur einen kleinen Hunger hatte und ihr das irgendwie beibringen musste. Ich erhalte (naja, da wird mein Vater wohl bleibende Spuren hinterlassen haben!) immer eine grosse Portion!

Sapporo, 6. September 2007

Comments

  • chrigi on

    hallihallo. ich han ez mit grossem vergnüege dini noie iträg gläse! da wird mer grad nidisch. findes grossartig wie du das alles meischterisch!
    grüsse auf die füsse aber KEINE küsse. hihi.
    chregu

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